Archive for Februar 2010

Résumé

Im Rückblick auf den IKT-Kurs bin ich erstaunt mit wie wenig Präsenzunterricht so viel gelernt werden kann. Dass das selbstbestimmte Lernen trotzdem an fixe Termine gebunden ist, hat mir einige Mühe bereitet. Wie auch einige andere Teilnehmer, so vermute ich, habe ich einige Beiträge in letzter Minute verfasst und einmal sogar verpasst.

Wie viele andere auch, nutze ich die Möglichkeiten des Internets täglich und schon seit längerem. Durch den IKT-Kurs habe ich eine ganze Menge von zusätzlich nützlichen Anwendungen kennengelernt. Ein Surfen ohne mein PLE kann ich mir kaum mehr vorstellen. Die Möglichkeiten eines Wikis werde ich bestimmt in meinen zukünftigen Unterricht einbauen. Dem LMS und dem E-Assessment stehe ich allerdings noch etwas kritisch gegenüber. Die interaktiven Möglichkeiten scheinen mir einen Schritt zu weit zu gehen. Permanent über alle möglichen Kanäle mit anderen Personen in Kontakt zu stehen, hält mich mehr von der Arbeit ab, als dass ich durch den Austausch von Informationen profitieren würde. Zu Beginn eines Lernprozesses bin ich doch meist dazu genötigt einen Text in Ruhe zu lesen um ihn zu verstehen. Siehe hierzu auch die Einträge: E-Learning als Chance, Träges Lernen, Träges Wissen

Den Blog als Medium der Selbstreflexion über Lerninhalte zu nutzen, erachte ich als äusserst sinnvoll. Da ich selbst bestimmen kann, was der Schwerpunkt meines Artikels sein soll, kann ich durch die Transformation des Wissens das zum Ausdruck bringen, was mich am meisten interessiert. Da das Geschriebene veröffentlicht wird, fühle ich mich auch zu einem gewissen gestalterischen Anspruch verpflichtet. Ich würde den Blog auch gerne weiterführen, doch angesichts des enormen Leistungsaufwands um nur die regulären Leistungsnachweise des Studiums zu erfüllen, wird dieses Vorhaben schwer zu realisieren sein.

Ich habe es nie geschafft einen Blogeintrag in nur achzig Minuten zu veröffentlichen, wie es den Kriterien des Leistungsnachweis entsprechen würde. Gerade wenn der eigene Anspruch besteht nicht nur etwas zu rekonstruieren, sondern möglichst etwas Kreatives und Neues zu schaffen und dabei noch möglichst viele Referenzen einzubinden, ergibt sich ein deutlich höherer Zeitaufwand. Die Leistungspunkte empfinde ich insbesondere bei diesem Projekt als zu knapp bemessen. Ich schliesse mich hier der Meinung Günther’s an, entweder dem ganzen IKT-Modul mehr Credits zuzusprechen, oder den Aufwand zu reduzieren.

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Podcast

Die posttypografische Kultur beeinhaltet nach Hartmann die Erschliessung „neuer Techniken der Wahrnehmung und der Beurteilung, eine neue Form der Urteilkraft für eine neue Form der Ästhetik.“ Dazu näher: Medienkultur

Ein Podcast stellt für mich ein besonderes Beispiel für die neue Multimediakultur dar. Das was Hartmann im Internet fehlt, ist im Podcast ein zentraler Bestandteil: Sound, Bild und Text werden einander ergänzend zusammengestellt.

Für die Anwendung in der Schule lassen sich drei grundsätzlich mögliche Einsatzmöglichkeiten vorstellen:

  1. Konsumieren: Im Internet findet sich (zum Beispiel bei iTunes und podcast.de) eine immense Auswahl an Podcasts um auf interessante Aufzeichnungen zurückzugreifen. Die meisten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bieten ihre Sendungen als Podcast an, welche auch abonniert werden können. Tagesaktuelles Material für den Fremdsprachen-, Politik-, Musik-, Kunst-, und Gesellschaftswissenschaftsunterricht findet sich hier also in Hülle und Fülle.
  2. Selbst erstellen: Die Lehrperson kann Lerninhalte multimedial zur Verfügung stellen, indem sie selbst Podcasts produziert. Dies ist jedoch mit einem sehr hohen Zeitaufwand verbunden. Anders als bei einer Powerpoint-Präsentation können Aktualisierungen im Nachhinein nicht mehr vorgenommen werden, ohne den Podcast neu zu gestalten.
  3. Von den Lernenden erstellen: Wenn ein Podcast von den Lernenden in Gruppenarbeit selbst erstellt wird, kann der grösste Lernerfolg erzielt werden. Eine intensive Auseindersetzung mit dem Inhalt und innerhalb der Gruppe erschafft einen nachhaltigen Lerneffenkt, vor allem was die technische Realisierung betrifft.

Bei der Eigenproduktion eines Podcasts empfielt sich folgendes schrittweise Vorgehen:

  • Materialsammlung und Reduktion des Inhalts auf die vorgegebene Sprechzeit.
  • Erstellung eines Drehbuchs, um die Synchronisierung von Bild- und Tonspur klar zu definieren.
  • Aufnahme und Erstellung des Bild- und Tonmaterials.
  • Schneiden und Zusammenfügen von Bild und Ton.

Wir stellten bei der Podcastproduktion zu unserem Erstaunen fest, dass die Auseinandersetzung mit dem Inhalt fast vor den Umsetzungsaspekten verblassten. Nach der ersten Phase, in der wir den Inhalt komprimierten, wurden die Aussagen des Lerninhaltes nur noch als Bausteine gesehen, die es als Bild und Audio-Daten zu verbinden galt. Der Lerneffekt durch die Transferhandlung von Inhalten stellt sich meiner Meinung erst bei geübten Anwendern in vollem Umfang ein.

Und hier findet ihr unser Produkt:  http://ilias.phtg.ch/ilias.php?baseClass=ilMediaCastHandlerGUI&ref_id=61507&cmd=listItems

(Auch wieder als Link, da für die Einbettung eine kostenpflichtige Webspace Erweiterung notwendig  ist)